Folge 102 mit Markus Strohriegl
Mit Learning by Doing wird es im Immobilienbereich schnell teuer. Markus Strohriegl, Gründer von eduard, zeigt, warum Investoren nie auslernen und wie Lernen on demand funktioniert.
Alex Stadler · Immo Marketing Podcast · 4 Min. Lesezeit
Das nimmst du aus dieser Folge mit

Die erste Wohnung kaufen? Viele machen es einfach. Ein bisschen Bauchgefühl, ein bisschen YouTube, ein paar Gespräche mit Freunden.
Und dann kommt der Mietvertrag. Vollanwendung oder Teilanwendung des Mietrechtsgesetzes? Spätestens hier merken viele: Mit Learning by Doing wird es teuer.
In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Markus Strohriegl darüber, warum Investoren nie aufhören sollten zu lernen. Markus ist Gründer von eduard, quasi dem Netflix für die Immobilienbranche. Und er ist selbst Investor. Vom ersten Anlegerobjekt bis zum eigenen Bestand mit Team.
Die Anlegerwohnung statt dem Leasing-Auto
Markus ist Mitte 20, gerade ein, zwei Jahre im Job. Andere holen sich vom Ersparten ein neues Leasing-Auto. Er kauft eine Neubauwohnung in Leibnitz in der Südsteiermark.
Die Reaktion im Freundeskreis: seltsame Blicke. Und jede Menge Weltuntergangsszenarien:
Gerechnet hat Markus übrigens selbst. Ohne Bücher, ohne Podcasts. Mit seiner eigenen Excel-Vorlage. Seine Lehre daraus: Mindset und Umfeld sind alles. Lass dir deine Ziele nicht kleinreden.
Learning by Doing reicht nicht
Später kommt ein Fix & Flip dazu, den er großteils mit eigenen Händen saniert. Und parallel die Vorbereitung auf die Befähigungsprüfungen für Makler und Bauträger.
Warum der Aufwand, wenn er bis heute gar nicht als Makler arbeitet? Weil du als Investor den Markt verstehen musst. Und die Gesetze kennen musst. MRG, WEG und Co.
Aus einem Ärgernis wird ein Unternehmen
Die Idee zu eduard kam aus einem echten Schmerz. Sein Online-Kurs lief damals zu fixen Zeiten. 17 bis 21 Uhr. Für einen Pendler unmöglich. Also hat Markus die ersten 30 Minuten im Auto gehört. Dazu kamen:
Genau aus diesen Karteikarten ist die Quiz-Funktion von eduard entstanden. Und aus dem Frust die Idee: Lernen, egal wo und wann. Wie bei einem Streamingdienst.
Der Unterschied: keine Beamer-Pausen, kein Smalltalk übers Wetter. Nur Inhalt.
Doch nicht ganz wie Netflix
Markus bringt es selbst auf den Punkt: Bei Netflix hat er noch nie mit jemandem telefoniert, wenn er eine Frage hatte.
Bei eduard schon. Es gibt regelmäßige Live-Fragestunden, Kontakt per Mail und eine moderierte Community. Vortragende sind Praktiker: Anwälte, Steuerberater, Notare, Baumeister, Makler, Verwalter.
Und die Community bringt nach jedem Prüfungstermin Feedback mit, was gefragt wurde. Das fließt direkt in die Kursunterlagen.
Marketing, das von Empfehlungen lebt
Und jetzt der Teil, der mich als Marketer besonders interessiert. Gestartet ist eduard über Google Ads. Klassische Suche: „Wie werde ich Immobilienmakler?“ Dazu Netzwerke und Stammtische. Heute läuft immer mehr über Empfehlungen.
Denn: Kursbuchungen maximieren und dann unzufriedene Kunden haben? Laut Markus eine Sackgasse.
Fazit
Immobilien sind kein passives Einkommen. Und Wissen ist keine einmalige Sache. Wer investiert, braucht eine Basis. Und wer ein Business aufbaut, braucht einen echten Schmerz, den er löst.
Immobilienfotograf und Marketing-Experte. Hilft Immobilienunternehmern, planbar Anfragen zu gewinnen.
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