Folge 97 mit Norbert Brigelhuber
Nur ein Bezirk, nur Wohnen, sonst nichts. Norbert Brigelhuber zeigt, wie er sich mit klarer Spezialisierung gegen 2.000 Makler in Wien durchsetzt.
Alex Stadler · Immo Marketing Podcast · 4 Min. Lesezeit
Das nimmst du aus dieser Folge mit

Stell dir die Frage, die dir jeder Eigentümer stellt: „Warum soll ich genau dich nehmen?“
Die meisten Makler antworten: „Ich mache das seit 20 Jahren.“ „Ich habe ein gutes Netzwerk.“ Klingt solide. Überzeugt aber niemanden.
In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Norbert Brigelhuber vom Simmomakler darüber, warum er als Makler bewusst nur einen einzigen Wiener Bezirk bearbeitet.
Norbert kommt aus dem Investmentbanking der UniCredit, hat dort Börsengänge begleitet und ist erst spät in die Immobilienbranche gewechselt. Heute ist er Makler und Investor in Simmering. Seine Marke war zum Zeitpunkt unseres Gesprächs keine zwei Jahre alt.
Alles und überall heißt: nirgends richtig
Als Norbert in die Branche kam, ist ihm eines aufgefallen: Fast alle Makler sagen, sie machen alles und überall. Das Problem: Dann stehst du im Ring gegen 1.500 oder 2.000 Makler in Wien.
Also hat er das Gegenteil gemacht:
Spannend dabei: Er verliert dadurch kein Geschäft. Er redet nur über Simmering. Aber wenn ein Kunde mit einer Wohnung im 10. Bezirk kommt, sagt er trotzdem nicht Nein.
Lokales Wissen, das man nicht googeln kann
Im 15. Bezirk kann Norbert auf Google nachschauen, wo die nächste Schule ist. Aber er weiß nicht, ob sie gut ist. In Simmering weiß er es. Er weiß, ob eine Straße bei Nacht laut ist. Welches Grätzl welche Vorteile hat.
Und er kennt die Vorurteile:
Norbert kann jedes davon mit Fakten ausräumen. Und genau das macht den Markt für Investoren interessant: unterbewertet, aber stark gefragt.
Das Simmo-System: Aus einer Anfrage werden vier neue Chancen
Für Norbert ist das sein stärkster Hebel. Er hat eine Wohnung im Angebot. Fünf Interessenten. Einer bekommt sie. Vier nicht.
Ein anderer Makler kann mit diesen vier wenig anfangen. Sein nächstes Objekt ist wahrscheinlich keine Simmeringer Wohnung. Norbert aber hat immer die nächste Simmeringer Wohnung.
Passt die Wohnung nicht, setzt er die Leute ins Auto, fährt 500 Meter im Kreis und zeigt drei andere. Das ist kein Glück. Das ist System.
asst die Wohnung nicht, setzt er die Leute ins Auto, fährt 500 Meter im Kreis und zeigt drei andere. Das ist kein Glück. Das ist System.
Multi-Channel statt Hamsterrad
Viele Makler verlassen sich auf einen einzigen Akquisekanal. Akquirieren, abarbeiten, wieder bei null anfangen. Ein Hamsterrad.
Norbert setzt auf alle Kanäle gleichzeitig. Online und offline. Er dachte anfangs, er sei ein reiner Online-Mensch. Dann hat er gemerkt: Wer so lokal arbeitet, darf offline nicht vergessen. Bei ihm funktionieren:
Am ersten Tag als Makler ist er noch im Anzug herumgelaufen. Heute ist er selbst die Werbefläche. Tausende Menschen sehen ihn täglich. Gratis Werbung.
Kooperation statt Ellbogen
Ein Punkt, den Norbert anfangs gar nicht am Radar hatte: Immer mehr Makler kommen auf ihn zu.
Zum Beispiel einer, der eigentlich Villen in Hietzing oder Döbling verkauft. Der fährt nicht eine Dreiviertelstunde nach Simmering zu einer Besichtigung, zu der der Interessent vielleicht nicht einmal kommt. Er gibt den Kunden an Norbert weiter.
Norbert sagt klar: Makler arbeiten viel zu wenig zusammen.
Fazit
Norberts wichtigster Tipp ist simpel: Anfangen. Viele planen, planen, planen. Und tun nichts.
Denn erst dann beginnt es zu wirken. Diese Folge ist Pflicht, wenn du als Makler nicht mehr einer von 2.000 sein willst.
Immobilienfotograf und Marketing-Experte. Hilft Immobilienunternehmern, planbar Anfragen zu gewinnen.
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