Folge 100 mit Andrea & Jens von CASAIA
Ein Fix-&-Flip-Projekt im Jahr schaffen viele. Zwölf nicht, zumindest nicht ohne System. Andrea und Jens zeigen, wie sie mit Flyern, Trello, KI und Coaching von 5 auf 12 Objekte wachsen wollen.
Alex Stadler · Immo Marketing Podcast · 4 Min. Lesezeit
Das nimmst du aus dieser Folge mit

Ein Fix-&-Flip-Projekt im Jahr? Das schaffen viele. Fünf? Wird schon eng. Zwölf? Da bricht ohne System alles zusammen.
Denn irgendwann fehlt nicht das Geld. Sondern die Zeit.
Folge 100. Jubiläum. Und dafür gleich zwei Gäste im Doppelpack.
In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Andrea Wolff-Tucheck und Jens Tucheck von CASAIA aus Hamburg darüber, warum Wachstum im Fix & Flip eine Frage von Struktur ist.
Die beiden sind echte Praktiker. Über 70 Besichtigungen bis zum ersten Ankauf. Im Jahr darauf fünf Objekte. Für heuer haben sie sich zwölf vorgenommen. Und das neben Jens‘ Job, den er gerade auf Teilzeit reduziert hat.
Deals sind ein Numbers Game
Die Zahlen, die Andrea und Jens nennen, finde ich als Performance-Marketer richtig stark.
Dazu Zeitungsanzeigen, das ganze Jahr durch. Eine virtuelle Assistenz. Und drei Flyer-Verteiler.
Klingt nach Gießkanne. Ist es aber nicht. Die Verteiler bekommen eine gefilterte Adressliste. Also nur Briefkästen, bei denen ein Verkauf wahrscheinlicher ist.
Das Spannende: Flyer wirken oft erst viel später. Neulich hat jemand angerufen und gesagt: Ich habe letztes Jahr Ihren Flyer bekommen. Jetzt überlege ich zu verkaufen.
Trello als Schaltzentrale, KI als nächster Hebel
Bei so vielen Leads verlierst du schnell den Überblick. Genau hier setzt das Trello-Board an. Die Basis kam als Blaupause aus dem Coaching von Oliver Fischer. Andrea und Jens haben sie für ihren Workflow weiterentwickelt. So läuft es heute:
Warum der Aufwand? Weil Zeit ihr limitierender Faktor ist.
Coaching ist eine Abkürzung
Andrea und Jens investieren viel in Coachings und Masterminds. Kennengelernt haben wir uns beim NLC-Mastermind in Wien. Viele schütteln darüber den Kopf. Die beiden sehen es anders:
Ein guter Coach sagt dir: Fehler eins, zwei und drei musst du nicht mehr machen. Ich habe sie schon für dich gemacht.
Schuster, bleib bei deinen Leisten
Andrea ist Ingenieurin. Jens ist BWLer. Trotzdem schwingt keiner von beiden selbst den Pinsel. Ihr Geschäft ist klar:
Handwerk und Home Staging machen Profis. Die Homestagerin bringt gleich den Fotografen mit. Zwei Tage später sind die Bilder da. Die Anzeige ist dann schon vorbereitet. Die Unterlagen auch.
Das Ergebnis: Bis auf das allererste Projekt war jedes Objekt schnell verkauft.
Und weil sie nach der Regel „Kaufe, was gekauft wird“ vorgehen, suchen sie vor allem 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen und Reihenhäuser. Einfamilienhäuser? In Hamburg zu teuer, die Käuferschicht wird zu schmal.
Problemlöser statt Schnäppchenjäger
Eine Geschichte aus der Folge, zu der ich nur sagen konnte: „Wundervolles Feedback.“ Ein Sohn verkauft das Reihenhaus seiner dementen Mutter. Sie zieht ins betreute Wohnen. Er hat genug andere Sorgen.
Andrea und Jens nehmen ihm alles ab. Nach der Renovierung kommt er nochmal vorbei. Und freut sich, dass dort jetzt die nächste Generation wohnen darf. Kein Einzelfall, sagen die beiden:
Oft ist das mehr wert als 10.000 Euro mehr beim Verkauf.
Fazit
Mehr Deals entstehen nicht durch mehr Stress. Sondern durch Prozesse, die auch ohne dich laufen:
Diese Folge ist Pflicht, wenn du im Fix & Flip den Schritt vom Macher zum Unternehmer gehen willst.
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